Am vergangen Mittwoch war Maik Syring zum zweiten Teil unseres diesjährigen Selbstbehauptungskurses bei den ABC-Kindern zu Gast.

Im Kita-Garten wiederholte er zunächst nocheinmal gemeinsam mit den Kindern die Strategien, die sie anwenden können, wenn sie in eine Situation geraten bei der sie geärgert/ angegriffen werden oder in der sie vielleicht ersteinmal ein schlechtes Gefühl haben.

Mit Hilfe von Tiercharakteren verdeutlichte er die Selbstverteidigungs- und Selbstschutzstrategien kindgerecht und für alle verständlich. Unsere „Großen“ lernten spielerisch und mit Begeisterung, wie sie sich in schwierigen Situationen verhalten können.

Der Elefant, der ein dickes Fell hat, sich einen sicheren Stand verschafft und signalisiert, „mich kannst du nicht aus der Ruhe bringen“.

Die Ziege, die einen Schritt zurück geht, eine abwehrende Handgeste macht und laut Stop ruft. Sie signalisiert „ich will keinen Ärger, aber ich kann mich auch wehren, wenn nötig.

Der Löwe, der laut „Stop“ brüllt, beide Arme zur Abwehr nach vorne streckt und sich so die Aufmerksamkeit der anderen Personen verschafft, um ggf. Hilfe zu bekommen.
 
Der Hase, der wegläuft und sich Hilfe von z.B. ErzieherInnen, anderen Kindern oder auf der Straße von anderen Erwachsenen holt.

Im Anschluss überlegten die Kindern nocheinmal gemeinsam mit Maik wer eigentlich eine fremde Person ist und wie sie sich im Umgang mit Fremden verhalten sollen.

Ein Fremder ist für Kinder jeder Erwachsene, bei dem Mama und Papa nicht ausdrücklich erlaubt haben, dass sie etwas annehmen oder mit der Person mitgehen dürfen. Wichtigste Regel: „Erwachsene müssen immer Erwachsene fragen.“

Egal, ob den Kindern Süßigkeiten oder Geschenke angeboten werden, haben die Eltern es nicht ausdrücklich erlaubt, nehme ich nichts von Fremden an.

Die Kinder wurden auch darin bestärkt, dass es nicht unhöflich ist, fremden Erwachsenen ihre Hilfe zu verweigern.

Und dann ging es ans Üben. Als fremde Person verkleidet versuchte Maik die Kinder, mit Süßigkeiten und der Bitte seinen verlorenen Hundewelpen zu suchen, vom Kindergarten wegzulocken.
Im Anschluss reflektierte er gemeinsam mit den Kindern, was ihnen beim Rollenspiel schon gut gelungen ist und welche Strategien sie angewendet haben.
 
Der Kurs zeigte wieder einmal eindrucksvoll, dass Selbstschutz auch im Kindergartenalter spielerisch und altersgerecht vermittelt werden kann. 
Ein herzliches Dankeschön an Maik Syring, der den baldigen Schulkindern mit seinem Kurs wertvolle Strategien für ein selbstbewusstes, respektvolles und sicheres Miteinander mit auf den Weg gab.